Die Zeit mit Frede – ein Interview

Interview mit Eugen und Viktor über die Zeit, als Frede zu Besuch war:
Eva: Wer ist eigentlich Frede?
Eugen (während er genüsslich in einen Apfel beißt): Frede ist meine Freundin, die ich vor einem Jahr kennengelernt habe.
Eva: Ich habe gehört, Frede ist mit euch zusammen Fahrrad gefahren. Woher hatte sie denn überhaupt ein Fahrrad?
Eugen: Ja. Wir haben das Fahrrad in einer Bar organisiert. Wir haben in dort einen Menschen gefragt, nichts verstanden und dann standen wir bei jemandem zu Hause und haben an einem Fahrrad rumgebastelt und das dann für 20 Euro gekauft. Eigentlich war es einfach, aber es wäre einfacher gewesen, ein Fahrrad in einem Fahrradladen zu kaufen, wenn es welche gegeben hätte.
(Anm. d. Red.: Es war aber um einiges spannender und witziger, das Fahrrad so zu organisieren und auch eine Sache für sich, dieses dann zu transportieren!)
Eva: Ihr habt Frede in Venedig abgeholt. War das ein besonderes Erlebnis? Wie lief das ab?
Eugen: Ja!!! Trampen war richtig scheiße, in Italien nehmen die keinen Mann in fetter Daunenjacke mit. Man hat gleich gesehen, dass ich ein russisches Gesicht habe – so ein weißes Gesicht. Da war ich deprimiert. Nach eineinhalb Stunden ist der erste Bus nach Venedig vorbeigefahren, den 2. konnte ich dann anhalten.
Viktor: Es war spannend. Ich hatte so ´ne kleine starke Kampfsau dabei – Nein 😉 ganz toll gemeistert, zu Fuß zur Straße gelaufen und dort haben wir verschiedene Möglichkeiten ausprobiert Autos zu stoppen… Eva dabei zu haben, war ein Glück, denn ich war nur kurz mal nicht da, hat sie schon ein Auto angehalten, das hat uns aber nur 3 km mitgenommen. Das war aber nicht so schlimm, da wir an einer Bushaltestelle standen, wo die Autos gut anhalten konnten.
Wir haben alles versucht: Eva hat ihre Jacke aufgeknöpft, ich jongliert, wir wollten wie nette freundliche Zirkusmenschen aussehen. Und dann hat´s geklappt: Ein ewig jugendlich aussehender, braungebrannter Kitesurfer, der aber in Wirklichkeit ein Werbeprospektmacher war – für Lidl – hat uns mitgenommen. (Anm. d. R. Kitesurfen war sein Hobby, das hat er schon überall in der Welt gemacht). Aber er war ganz freundlich, er hat uns direkt nach Mestre gebracht, das war auch seine Strecke und wir sind dann das letzte Stück zu Fuß zum Bahnhof, wo wir dann ewig die Frede gesucht haben.

Eva: Frede war auch über Sylvester mit euch unterwegs. Habt ihr etwas besonderes gemacht?

Viktor (lachend): Ja, zuerst haben wir Alk gekauft und dann bis halb 10 Fahrrad gefahren, damit der Alk schön knallt! (Er furzt.)
Eugen: Abends waren die Straßen schon gefroren!
Viktor: Wir waren an einem wunderschönen Fluss. Dann haben wir uns besoffen, zumindest versucht, bis in die Morgenstunden.

Eva: Was waren eure Highlights in dieser Woche?

Eugen: Frede endlich mal wieder zu sehen, nach so langer Zeit!
Viktor: Viel Freizeit! Keine Ahnung, es gab keine Highlights – schöne Unterhaltungen mit Frede, Venedig, Pizzaessen!
Eva: Was ist euch besonders in Erinnerung geblieben?

Viktor: Frede!
Eugen: Das aktuelle Leben, die Zeit mit Frede zu teilen. Wir haben uns nicht zusammengerissen, wir haben alles so gemacht wie sonst!
Viktor: Ausschlafen…
Eugen: Ja, das haben wir gemacht!
Viktor: Bis um 7 Uhr…

Eva: Gibt es etwas, dass euch nicht so gut gefallen hat?

Viktor: Nein.
Eugen: Das Wetter war ja in der Woche genau schön gewesen!
Das Trampen nach Mailand hat mir nicht gefallen, weil es nicht funktioniert…

Eva: Hattet ihr besondere Schlafplätze, oder irgendetwas anderes, das nicht so war wie sonst?

Eugen: Das lange, bzw. das ausschlafen. Denn alleine ausschlafen macht nicht so viel Spaß.
Viktor: Wir hatten immer recht schöne Schlafplätze. Da waren wir etwas wählerischer in dieser Woche.
Eugen: Man fühlte sich beim Fahren wie eine riesengroße Gruppe!
Viktor: Eine Gang!
Eugen: Wie eine Gang, die durch die Straßen zieht und containert!
Viktor: Eine Containergang!

Eva: Frede hat ja mehrmals gesagt, dass es ihr sehr gut gefällt und immer noch sehr gut gefällt. Weißt du, was der Frede am Besten gefallen hat?

Eugen: Frede hat auf jeden Fall das Containern mitgenommen. Im Nachhinein weiß ich, das ihr die Zeit hier gut getan hat, sie hier in einem anderen Leben war. Es hat sie entspannt. Alles ohne Stress.

Eva: Konntet ihr etwas beibehalten aus der Zeit mit Frede? Hat sie „frischen Wind“ in eure Gruppe gebracht und wenn ja, wie?

Eugen: Zwischenmenschliche Beziehung habe ich gelernt. Ich konnte endlich mal mit jemandem über Viktor und Eva sprechen. Dadurch habe ich etwas gelernt. Umgang miteinander in einer Gruppe. Nicht mit Frede.
Viktor: Mir ist noch einmal bewusst geworden… mit diesem helfen, dir (Eva) zu helfen. Auch wenn es nicht meine Aufgabe ist, aber wenn man gerade Zeit hat, trotzdem zu helfen. Wie Frede das so schön gesagt hat, zitiert nach Eva: „Aber zu zweit macht´s doch mehr Spaß!“.

Eva: Gibt es noch etwas, das ihr gerne noch sagen, erzählen, erwähnen wollt?

Viktor: Ja, die Frede soll nochmal kommen!
Eugen: Ja! Sie soll uns so oft wie´s geht besuchen! Die fehlt mir!

Vielen Dank, es ist ca. 14 Uhr, Sonnenblumenkernknackzeit, der 21.01.2015, Olimpia, Schlafplatz vor der Ausgrabungsstätte.

Ein besonderes Erlebnis, das mir noch einfällt:
Als wir bei ??PORTO LEVANTE?? ankamen, stellten wir fest, dass es für uns dort keine Möglichkeit gibt, über den Kanal zu kommen, da die Fähre offensichtlich nicht fuhr – unsere Alternative war ca. 15 km extra zu fahren – und da kommen Eugens und meine Fähigkeit zu Tage, manchmal etwas anderes zu tun 😉 Wir haben ein paar Fischer auf uns aufmerksam gemacht und versucht klar zu machen, dass wir da rüber wollen… Es schien aussichtslos, bis dann doch ein Mann zu uns kam und es wurde klar, die Guardia di Finanzia werden nichts sehen 😉 …Leute, wir sind mit Rossano, dem Fischer, in seiner Nussschale in 2 Etappen über den Kanal geschippert! Das war eine so richtig coole Aktion! 😉

Liebe Frede, für mich war die Zeit mit dir auch sehr schön, ich habe es sehr genossen endlich mal wieder mit einer Frau zu quatschen, denn man merkt hier doch den Unterschied! Und auch ich fand deinen Besuch emotional sehr bereichernd für uns alle, davon ist etwas hier geblieben, das jetzt, wie die 3 Ausrüstungsutensilien von dir, immer mit uns mitfährt =-) Ich freue mich auch auf das nächste Mal, wie du merkst, bist du ein sehr gern gesehener Gast!

 

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